Fukushima und (politische) Nachschocks

Nach dieser unglaublichen Tragödie und Umweltkatastrophe in Japan verfolge ich mit grossem Erstaunen, diverseste Diskussionssendungen sowohl im Schweizer, Deutschen und Oesterreichischem Fernsehen. Das Thema Atomenergie ist auf einmal wieder da. Das Restrisiko, das ja mathematisch immer verniedlicht wird, ist nun hier, omnipräsent auf allen Nachrichtenkanälen und verängstigt weltweit die Menschen.  Warum ist eigentlich dieses Restrisiko überhaupt so klein? Anscheinend findet „unsere“ Schweizer Rück (oder SwissRE) das Risiko auch nicht so klein, da zwar Schäden aufgrund von Erdbeben, Tsunamis und Co. rückversichert sind (und wie wir leider wissen, sind diese Schäden auch immens), aber Unfälle von AKWs sind nicht versicherbar? … Erstaunlich, oder?

Und der atomare Normalfall, wenn alles (zum Glück) gut geht? Den Müll haben wir ja so oder so und der strahlt noch genügend lang – wer sagt denn eigentlich, dass diese Lager wirklich auch die Tausenden von Jahren so sicher bleiben wie wir annehmen, ähm oder berrechnen?

Das Hauptargument sich nicht mit alternativen Energien auseinander zu setzen ist , dass man halt einfach keine andere Lösung und Alternative hat. Einen schrittweisen Ausstieg ist aber auch nicht ein sofortiges Abschalten von heute auf morgen, was natürlich unverhältnismässig wäre und zu einem Versorgungsengpass führen würde, auch das ist klar. Dass wir nicht den Mut und Vision haben hier die Richtung einzuleiten, um in über 10 Jahren erst die ersten kleinen schweizer AKWs und dann per 2040 auch die anderen abzulösen, erscheint mir als einfache Ausrede.

Was wäre denn passiert, wenn die Amerikaner damals nicht die Vision gehabt hätten auf den Mond zu fliegen? — das war doch auch ein völlig absurder Gedanke und ein fast unerreichbares Ziel, aber anscheinend können wir doch einiges zustande bringen, wenn wir wollen und auch das entsprechende finanzielle Comittment dazu stellen.

Wie erreicht man ein Ziel, dass schier unglaublich weit weg ist und am Anfang fast unmöglich zu erreichen scheint? — Schritt für Schritt für Schritt für Schritt!

ich hoffe, wir werden unsere Schritte in die beste Richtung lenken

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